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Da-Sein ist ein lebendiger, wandelbarer Prozess, formt sich immer wieder neu, ist in Bewegung. Rhythmisch folgt dieser dem Strom der Zeit, lebenslang mit jedem Ein–und Ausatem verändern wir uns bis in den genetischen Code.  

 Mein Umfeld, meine Umwelt prägt mich — was und wie diese Prägung aussieht, wie tief sie gehen darf, welche Farbe sie trägt, wie sie sich anfühlt — das entscheide ich jeden Augenblick von Neuem: jetzt!  Wir tragen unsere kostbaren Perlen, Seelenfähigkeiten, Wortkristalle, Lichtkräfte in eine gemeinsame Welt, in die kleine wie in die große. Mit unserem Denken, Fühlen und Handeln gestalten wir diese Welt mit.

 Wir können uns selbst und die Welt verändern, wenn wir einer am anderen aufwachen, wenn wir uns gegenseitig befruchten in unserem Denken, Fühlen und Handeln. Kunst in jeglicher Form ist eine universelle Sprache, die sich sofort und unmittelbar erschließt und somit bestens geeignet ist zu bewirken, was Worte nicht vermögen. Worte erreichen die Herzen in bildhafter Form und kristallisiert, komprimiert, verdichtet sehr tiefgehend. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

  Seelenlautfarben-Arbeit ist künstlerische Energie-Arbeit und zeigt durch meditatives Gestalten neue und andere Wege auf, um Situationen und Menschen, die mir begegnen, mit einem liebevollen Blick auf mich selbst anzunehmen, um zu Gelassenheit, Achtung, Gesundheit, Vertrauen, Geborgenheit und einem tiefen Sinn meines Da-Seins zu gelangen, um mich ... m-ein-ich ... zu spüren. Es ist mein Anliegen, was auch immer mir an Unwegbarkeiten begegnet, nicht als Schmerz sondern als Chance - als Entwicklungschance - zu betrachten.

  Gerade heute ist dies wichtig, in einem Weltgeschehen, in dem der Mensch immer mehr in den Hintergrund gedrängt zu werden droht, in dem die Gefahr "Handelsware" zu werden droht. Gerade in solchen Zeiten bin ich als Einzelne aufgerufen, für mich und "meine kleine Welt" jene Energien zu entwickeln und freizusezten, auszustrahlen, in die Welt zu tragen, welche die Kraft haben, darauf Einfluss zu nehmen: Liebe! Erich Fromm betont in seiner "Kunst des Liebens", dass sie eine Entscheidung ist. Jeden Augenblick kannn ich mich dazu entscheiden, zu lieben statt zu hassen. Ich kann immer wieder neu zur Liebe erwachen, mich selbst neu gebären als Liebende.

  Nicht mit dem Strom schwimmen, nicht sich treiben lassen von dem, was dahin strömt - sondern selbst zum Fluss werden, selbst Wind und Wasser und Luft und Erde werden. "Wenn ich will dass etwas sei, so habe ich dafür Sorge zu tragen, dass es werde" - diesen Leitsatz habe ich in mir vor Jahrzehnten gefunden, entwickelt, und werde wohl zeitlebens damit beschäftigt sein, ihn mir zu erarbeiten.

  Jedes Kunstwerk ist zunächst ein Abbild der Lebenseinstellung und des Bewusst-seins eines Künstlers. So wie sich unser Denken in der Sprache widerspiegelt, so gibt das Kunstwerk Einblick in das Denken, Fühlen und Wollen jedes Künstlers und macht seine Auseinandersetzung mit dem Leben sichtbar, transparent, mit-erlebbar und weckt eigenes Erleben im Betrachter. Transformelle Kunst geht über den reinen Ausdruck innerer Befindlichkeit hinaus. Sie schließt vielmehr die subtilen Wirkungen auf den sich dem Kunstwerk öffnenden Menschen ein, um ihn bei dessen inneren Wachstums- und Veränderungspro-zessen zu unterstützen. Transformelle Kunst bewegt die Überwindung des Formalen. Während sich abstrakte Kunst zunächst vom rein Gegenständlichen löst, transzendiert das transformelle Kunstwerk zum feinstofflichen Mittler zwischen Künstler und Betrachter und setzt in ihm seine Bewegung fort. So kann es zum Anstoss werden für ein neues, ein Herzdenken, ein durchgeistigtes Fühlen, ein beseeltes Handeln: Paradigmenwechsel-Samen und Keim hält es in sich verborgen, bis der Betrachter es erweckt, immer wieder neu, immer wieder anders.

   In jedem Moment kann ich genauso neu und anders mein Leben ausformen, mein Glück schmieden. Mein Anliegen ist, wie es Hilde Domin  in ihrer "Bitte" sagt, "...dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen immer  versehrter und immer heiler stets von neuem zu uns selbst entlassen werden" ... und dieses Neue freudigen Herzens in die Welt tragen, ja, das will ich.
 
  Gemeinsam sind wir stark. Wenn jede/r das in die Weltbürger-Gemeinschaft einbringt, was er/sie am besten kann, wenn dieses Licht sich vereint und strahlt über die ganze Welt, wird sich etwas verändern, unweigerlich. Daran glaube ich. Entfalten wir in uns Schöpferkräfte! Lassen wir unser Licht und unsere Liebe zu allem Sein erblühen und Frucht tragen! Lassen wir unser Denken herzwarm werden, zum Herzdenken werden, jeder für sich und wir gemeinsam, dann durchströmen uns Kräfte, die eine durchlichtete Zukunft impulsieren können - ich-gesundend, welt-gesundend, welt-bewegend.
 
   Ursula von Liebenstein hat unter dem Pseudonym Ursula E. Schuh von Anbeginn im Jahr 2009 mitgewirkt als Artist for Freedom  -  together! create! change! war über diese Jahre ihr und der Gemeinschaft Motto. Sie wirkte so als Teil einer  weltweiten Künstler-Bewegung, die modernen Menschenhandel bekämpfte und sich für Freiheitsrechte von Frauen und Kindern einsetzte.  Wie alles stets im Wandel sich befindet, so unterlag auch diese Bewegung dem steten Stirb und Werde unseres Seins. Vieles wurde bewegt und impulsiert. Die Anfangsgemeinschaft entließ 2015 sukzessive diesen Wirkkreis anderen, neuen, jungen Kräften.

  Ursula von Liebenstein begründete 2010 mit acht Menschen zusammen das Studio AUM am Stachus in München, das sich  zu einem kunst- und kulturschaffenden Zentrum in Münchens Fußgängerzone zwischen Stachus und Hauptbahnhof entwickelt hatte und für ein knappes Jahrsiebt mehr als 20 Mitwirkenden reichlich Gestaltungsfreiheit bot. Im Dezember 2016 musste es leider einem besser zahlenden Mieter weichen und schloss unwiderbringlich seine Tore. 

  Seit 2010 ist Ursula von Liebenstein Mitglied des Kunstverein Erding und nimmt alljährlich an mehreren regionalen Ausstellungen teil, vorwiegend im Frauenkircherl Erding und im Medizin-Campus Erding.